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Salò

Salò hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Stadt liegt am Westufer des Gardasees. Sie liegt in der Provinz Brescia und gehört zur italienischen Region Lombardei. Mit seinen 10.000 Einwohnern ist Salò die größte Stadt des Westufers. Trotz der vielen Reize, die dieser Ort bietet, wird er nicht vom Tourismus beherrscht und konnte sich seine authentische Atmosphäre bewahren. Die Stadt ist nicht nur ein beliebter Badeort, sondern auch eine vielbesuchte Einkaufsstadt.

Rückblick auf die Stadtgeschichte

Als römische Siedlung mit dem Namen Pagus Salodium gegründet, wird Salò im Mittelalter zur Residenz der mächtigen Herrscherfamilie Visconti, die lange Zeit Mailand und die Lombardei regierten. Um das Jahr 1400 fällt fast das gesamte Gardaseegebiet an die Venezianer. Durch die Verbindung mit der mächtigen Städterepublik bricht für den Gardasee eine Zeit des Wohlstandes an, welche die zahlreichen architektonischen Bauwerke belegen. Ein Erdbeben im Jahre 1901 zerstörte und beschädigte zahlreiche Gebäude der Stadt, vor allem die Gebäude am Seeufer litten sehr unter dem Erdbeben. Doch schon wenige Jahre nach dem Erdbeben wurde die Altstadt von Salò restauriert und viele Gebäude wieder aufgebaut. In dieser Zeit entstand auch die lange und prachtvolle Uferpromenade Lungolago Zanardelli, die mit knapp 3 km Länge die längste Uferpromenade des Sees ist. Sie wird gesäumt von einzelnen Plätzen, Cafés, Restaurants und einigen Geschäften und bietet einen grandiosen Blick auf die mittelalterlichen Paläste und Arkaden.

Ein Rundgang durch die Stadt

Seinen Rundgang durch die Stadt beginnt man am besten am Torre dell’Orologio. Dieser sich am Anfang der Fußgängerzone befindende Uhrenturm war ehemals ein Stadttor und verfügte über einen Turm und eine Zugbrücke. Im 16. Jahrhundert wurde hier eine der fünf öffentlichen Uhren angebracht, was ihm zu dem Namen Torre dell’Orologio (Uhrenturm) verhalf.

Die Piazza Giuseppe Zanardelli liegt direkt am Seeufer und ist daher ideal um ein Eis oder einen Café mit Blick auf den See zu genießen. Ebenfalls direkt am Seeufer gelegen befindet sich der Palazzo della Magnifica Patria. Dieser besteht aus zwei Gebäuden, von denen eines während des Erdbebens 1901 schwer beschädigt wurde und 1905 wieder aufgebaut werden musste. Das zweite Gebäude stammt aus dem Jahre 1524. Beide Gebäude beherbergen heute Gemeindebüros. In der Ratskammer kann die Büste von Gasparo di Salò, ein Werk des Bildhauers Angelo Zanelli bewundert werden. Die Decke ziert das Fresko „Trionfo della Croce“ (der Triumph des Kreuzes) des Künstlers G. Andrea Bertanza und im Eingang finden sich Fresken von Angelo Landi.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Architektonisches Highlights

Das Laurin ist ein wunderschönes Jugendstilhaus am See. Es beherbergt ein edles Hotel, in dessen Lobby man aber auch nur etwas trinken kann und in Ruhe das Interieur bewundern kann. Das Haus ist auf jeden Fall ein architektonisches Highlight in Salò. Viele Geschäfte in der Altstadt befinden sich in der Via San Carlo, vom Dom bis zur Piazza Angelo Zanelli. Wenn es um Mode und Schuhgeschäft geht, erinnert Salò ein bisschen an Mailand.

Palazzo del Podestà.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Palazzo del Podestà. Dieser beherbergt heute das Rathaus von Salò. Im 16 Jahrhundert bekam das alte Rathaus aus dem 14 Jahrhundert eine neue Fassade im venezianischen Stil. Jedoch zerstörte das Erdbeben im Jahre 1901 das Rathaus, vier Jahre später wurde es dann wieder aufgebaut. Die Fassade und der Arkadengang, der das Rathaus mit dem Palazzo della Magnifica Patria verbindet, sind besonders sehenswert.

Dom Santa Maria Annunziata

Die größte Sehenswürdigkeit der Stadt ist der Dom Santa Maria Annunziata. Salò hat als einzige Stadt am Gardasee einen Dom. Der spätgotische Dom Santa Maria Annunziata gilt als das größte und bedeutendste sakrale Bauwerk rund um den Gardasee. Der Bau des Doms begann im Jahre 1453, nach einem Entwurf von Filippo delle Vacche. Das vorhandene Renaissanceportal aus dem Jahre 1509 ist das Werk von Antonio della Porta und Gasparo da Coirano. Leider ist die Außenfassade nie ganz fertig gestellt worden, weshalb der Dom eher unscheinbar wirkt. Dagegen wirkt der Innenraum des Doms imposant mit seinem mit Gold und Stuck besetzten Altar. Auffallend ist das schöne Fußbodenmosaik mit seiner dreidimensionalen Wirkung. Aber auch wunderschöne Skulpturen, Fresken und Ölgemälde lassen sich im Inneren des Doms bewundern. Im linken Seitenschiff befinden sich zwei Gemälde des Romanino: der Heilige Antonius von Padua und die Muttergottes mit dem Kinde und Heiligen. Ein weiteres Highlight ist das Holzkruzifix von Hans von Ulm aus dem Jahre 1499.

Kapuzinerkloster und Universität

Andere Sehenswürdigkeiten des Ortes sind die Klosterkirche des Kapuzinerklosters, und die Biblioteca dell‘ Ateneo di Salo. Die 1564 gegründete Universität bewahrt in Ihrer Bibliothek 25.000 Bände, darunter Handschriften und wertvolle Dokumente, auf.

Museen

Salò hat auch einige Museen, in denen man unter anderem die Geschichte der Stadt erfahren kann. Das MuSa, Museo di Salò, gibt Einblicke in die Vergangenheit des Gardaseeortes und seiner Bewohner. Gemälde, Schriftstücke und andere Ausstellungsstücke erzählen die Geschichte des Ortes von Beginn des 15 Jahrhunderts als Salò unter venezianischer Herrschaft stand, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges. Im Museo Civico Archeologico, ein archäologisches Museum, können Grabausstattungen, Gefäße und Epigraphen aus römischer Zeit bestaunt werden. Diese sind aus dem antiken Salodium zutage gekommen. Das Museo Storico del Nastro Azzurro, Museum des blauen Bandes, beherbergt Zimelien und Fundstücke aus der napoleonischen Epoche des großen Krieges, aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Unter anderem können Münzen, Uniformen, Fahnen, Standarten, Rangabzeichen und Waffen angeschaut werden.